Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

uni'alumni 2012

Hitze staut sich unter der Decke. In der Nähe des Ausgangs, wo der Freiburger Sommer noch mehr feuchte Juliluft in das große Zelt pumpt, drängeln sich etwa 40 Leute vor einem Tisch. Ein Fernsehteam richtet eine Kamera auf die Menge. Noch ein halber Schritt – und der etwa 50 Zenti­ meter große Roboter Nao setzt seinen Fuß auf die letzte Stufe der Holzwendeltreppe. Ein Triumph. Mit leisem Surren reißt er beide Arme in die Luft. „Wow, der kann ja ganz alleine laufen“, staunt ein Junge und klatscht in die Hände. Sein Vater kratzt sich am Kinn, schüttelt verblüfft den Kopf. Am Stand des Instituts für Mikrosystemtechnik, an dem die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Elektrostar der Technischen Fakultät vorführen, ist immer viel los. Den ganzen Tag beantworten sie Fragen – und zwar von Groß und Klein: „Kann er auch Fußball spielen?“ „Woher weiß er, wo er hin muss?“ Alle zwei Jahre bietet der Wissenschaftsmarkt der Universität Freiburg Forschung zum Anfassen. Im Juli 2011 verwandelte sich der Münsterplatz in einen Riesencampus mit mehr als 12.000 Besu­ cherinnen und Besuchern. Wo sonst Marktbe­ schicker frisches Gemüse oder heiße Würste ­verkaufen, schlugen Wissenschaftler ihre Zelte auf. An mehr als 50 Ständen gaben sie Einblicke in ­unterschiedliche Forschungsprojekte und Fach­ richtungen – von Biologie über Mathematik bis hin zur Neurowissenschaft. Wissenschaftsmarkt: Campus auf dem ­Münsterplatz Die Universität Freiburg beweist: Forschung ist keine Angelegenheit greiser Gelehrter, die sich nicht aus ihrem Elfenbeinturm trauen. Der Aus­ tausch zwischen Wissenschaftlern und der Öffent­ lichkeit bringe die Gesellschaft voran, biete ihr ­Orientierung und sorge für eine kritische Überprü­ fung von Denkansätzen, sagt Prof. Dr. Heiner Schanz, Vizerektor und Prorektor für Lehre der ­Albert-Ludwigs-Universität. Dass die Inhalte dabei in eine allgemein verständliche Form übersetzt würden, sei notwendig: „Wir alle sind die Uni­ versität – alle Suchenden, Wissenden, Denkenden, Lehrenden, Entscheidenden und Steuerzahlenden. Also sollten wir auch alle wissen, woran wir ­forschen.“ ‚‚Du, wie viele Bäume gibt’s auf Wie die Universität Freiburg Wissenschaft verständlich und unterhaltsam vermittelt Die Jahresringe ­zeigen, wie alt ein Baum ist, erklärt Arno Mattes auf dem ­Freiburger Wissen- schaftsmarkt. Die ­junge Journa­listin will aber lieber ­ wissen, warum der Schwarz­wald Schwarzwald heißt. Foto: Kunz FORSCHUNG FÜR ALLE 4 Titel-Geschichte uni'alumni 2012