Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

uni'alumni 2012

Aufmerksam verfolgt Nelli mit ihren blauen Augen, wie Mama am Schreib­ tisch arbeitet. „Die Kleine bestimmt den Takt“, sagt ihre Mutter Dr. Katharina Herrmann. Die Kunsthistorikerin erhält Unterstützung aus dem Fördertopf des STAY-Stipendiums – und ist damit in der Lage, Familie und wissenschaft­ liche Karriere zu vereinbaren. Die Albert-Ludwigs-Universität, die Neue Universitätsstiftung und Alumni Freiburg e.V. vergeben STAY-Stipen­ dien an herausragende Forscherinnen aus allen Disziplinen. Es sind so ­genannte Brückenstipendien mit einem Förderzeitraum von bis zu zwölf ­Monaten: Ziel ist es, promovierten Wissenschaftlerinnen den Freiraum zu geben, den sie brauchen, um das Exposé für eine Habilitation zu ver­ fassen und eine Anschlussfinanzie­ rung zu beantragen. Auch die Universität profitiert Katharina Herrmann hat erlebt, wie viel Zeit erforderlich ist, um den Antrag für ein Habilitationsvorhaben auszuar­ beiten. „Je überzeugender jeder ein­ zelne Forschungsschritt beschrieben wird, desto größer ist die Aussicht auf eine Förderung“, sagt die 36-jährige Stipendiatin. Es sei wichtig, dass für Frauen die akademische Laufbahn nach der Promotion weitergehe – für die Forscherinnen ebenso wie für die Universität, der ansonsten wissen­ schaftliche Ressourcen verloren gingen. „Ich empfinde es als Wertschätzung meiner fachlichen Qualität, wenn die Universität mich nicht verlieren möchte.“ Christina Nickweiler » www.gleichstellung.uni-freiburg. de/news/Stipendien Mit Plastikenten zum Alumni-Preis: Jan Draheim ist für sein soziales Engagement ausgezeichnet worden. Losverkäufer im Entenkostüm Alumni-Preis: Jan Draheim Gelbe Enten, großer Erfolg: Jan Dra­ heim, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mikroaktorik, hat das erste Entenrennen auf der Dreisam mitorgani­ siert. Die Einnahmen wurden an die ­Klinikclowns am Freiburger Universi­ tätsklinikum gespendet. Dafür erhielt Draheim den Alumni-Preis der Techni­ schen Fakultät. Nicolas Scherger hat mit ihm gesprochen. Herr Draheim, warum haben Sie ausgerechnet ein Entenrennen ­veranstaltet? Jan Draheim: Ich bin Mitglied bei Round Table Freiburg, einer Organisation junger Männer, die hilfsbedürftige Menschen unterstützen. Round Table veranstaltet in vielen Städten Entenrennen. Da haben wir gedacht: Das können wir auch. Wie haben Sie das Rennen ­vorbereitet? Wir haben uns als Enten verkleidet und am Freiburger Rosenmontagsumzug teilgenommen, um für das Rennen zu werben. An Wochenenden haben wir in den gleichen Kostümen in der Innen­ stadt Lose verkauft, eines für jede Ente. Von Sponsoren haben wir Preise für die 200 bestplatzierten Enten eingeworben. Schließlich haben wir die Strecke getestet und 7.000 Plastikenten von Hand mit Losnummern beklebt. Hat sich der Aufwand gelohnt? Die Resonanz war super. Das Wetter hat mitgespielt, das Publikum war gut gelaunt, und wir haben 2.000 Lose mehr verkauft als erwartet. Damit konnten wir 12.500 Euro an die Klinikclowns spen­ den. 2012 gibt es eine Neuauflage. Wie sind Sie zum Alumni-Preis ­gekommen? Ich habe viele Lose an Bekannte ver­ kauft, zum Beispiel an meine Chefin Prof. Dr. Ulrike Wallrabe von der Techni­ schen Fakultät. Sie hat mich für den Preis vorgeschlagen. » www.entenrennen.rt25.de Alumni-Preise Der Förderverein Alumni Freiburg ver- gibt jährlich an den Fakultäten Preise für besondere studentische Leistungen. Ausgezeichnet werden hervorragende Abschlussarbeiten oder soziales Enga- gement. Jede Fakultät erhält für ihre Alumni-Preise 1.500 Euro. Gelbe Massen: Beim ersten Freiburger Entenrennen sind 7.000 Plastikvögel an den Start gegangen. Foto: Pauly STAY-Stipendium: Katharina Herrmann Kind oder Karriere? Als STAY-Stipendiatin hat Katharina Herrmann Zeit für beides. Foto: Nickweiler Mutter werden, Forscherin bleiben 14 Alumni-Netzwerk uni'alumni 2012